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Wer Hirn hat, schützt es

Ich weiß noch wie lange ich gebraucht habe, bis ich mir einen Helm zugelegt habe. Ich hatte nicht immer die Einstellung, dass Helm tragen wichtig ist.

„Damit sieht man doch albern aus.“ „Da passt kein Zopf drunter.“ „Der zerstört meine Frisur.“ „Dann muss ich den immer mitschleppen.“ Na, erkennst du dich wieder?

Leider war erst ein heftiger Unfall in meinem Umfeld ausschlaggebend dafür, dass ich mir vor 2 Jahren einen Helm gekauft habe. Anfangs trug ich den nur auf längeren Strecken oder auf dem Weg zur Arbeit, nicht aber zum Einkaufen fünf Minuten um die Ecke. „Was soll da schon passieren?“ Die Wahrheit ist: Es ist egal wie kurz oder lang die Strecke ist, wohin du fährst, ob du Rennrad fährst, ein Trekkingrad oder ein altes Damenrad. Vor ein paar Monaten hat sich eine Freundin mit dem Rad in der Stadt verletzt, weil ein ungeduldiger Autofahrer sie an die Straßenseite gedrängt hatte. Sie geriet ins Straucheln und stürzte auf die Seite. Der Autofahrer fuhr davon und hinterließ sie mit einer kleinen Platzwunde am Kopf sowie einem schmerzhaften Bänderriss. Sie trug keinen Helm. Sicher hätte der Helm den Bänderriss nicht verhindert, aber definitiv die starken Kopfschmerzen in den nächsten Tagen. Tatsache ist: Es spielt absolut keine Rolle, ob du vorsichtig fährst, ob du Schuld hast oder ein anderer Verkehrsteilnehmer den Unfall verursacht hat. Ein unkonzentrierter Moment kann ausreichen und schon ist es zu spät. Am Ende zählt nur: Es ist passiert und du krachst völlig ungeschützt auf die Straße. 

Jeder, der keinen Helm trägt, spielt mit seinem Leben. Schwere Kopfverletzungen, die nicht so einfach heilen wie ein paar Kratzer oder Brüche, können beim Tragen eines Helmes verhindert werden. Solche Verletzungen können dein Leben für immer verändern. Was nützt dir am Ende deine gut sitzende Frisur, wenn du auf der Intentivstation liegst und sogar im Rollstuhl landest? Nichts.

Und seien wir mal ehrlich: Es gibt ein unfassbar breites Angebot an richtig coolen, gut aussehenden Fahrradhelmen für jeden. Es gibt sogar Helme, die du wie eine Art Schal trägst und sich erst im Falle eines Sturzes zu einem richtigen Helm umwandeln. Da zählt die Ausrede „Aber meine Frisur…“ auch nicht mehr.

Tu dir und deinen Liebsten einen Gefallen und trage einen Helm. Ausnahmslos. Mach auf das Thema aufmerksam. Kläre deine Familie und Freunde auf. Je mehr Menschen einen Helm tragen, desto normaler wird es. Sei ein Vorbild. Lass das Helm tragen zur Gewohnheit werden. 

Du hast nur dieses eine Leben. Also schütze es.


  • Text: Sarah